Photoshop

Grundlegendes zur Arbeitsweise von Photoshop. Was Sie wissen sollten
um vernünftig mit Photoshop zu arbeiten. Mit dieser Erläuterung zu Photoshop möchte ich Anfänger ansprechen und ihnen das Arbeiten mit Photoshop näher bringen. Ich versuche hier meine langjährige Erfahrung, die ich mit dem Programm gemacht habe zu teilen. Ich werde die wichtigsten und mächtigsten Funktionen von Photoshop ansprechen und versuchen
zu erklären. Eines vorweg, Photoshop kann eine Menge, doch einen Menü-
punkt für Kreativität gibt es nicht. Das müssen Sie schon selber sein.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit in dieser Einführung erhebe ich nicht.



Kapitel 1

Der Bildmodus


Bilder werden in verschiedenen Bildermodi unterschieden.
Zu finden ist die Option im Menü unter Bild > Modus.
Folgende Modi stehen zur Wahl:


Bitmap

In diesem Modus ist das Bild nur in zwei Farben unterteilt. Schwarz und
weiß. Man nennt dies auch Strichbild oder beim scannen Strichvorlage.
In diesem Modus sind die Möglichkeiten etwas zu verändern sehr begrenzt. Der Zauberstab funktioniert nicht und wir können auch keine Filter anwen-
den. Was wir können ist radieren und auch das Buntstift-Werkzeug können wir benutzen.


Graustufen

Wie der Name schon sagt, haben wir jetzt nicht nur noch zwei Farben, sondern das Schwarz wird in Graustufen unterteilt. Es sind genau 256 Grauabstufungen in Photoshop (8 bit). Klassisches Beispiel für ein Graustufenbild ist ein Schwarzweißfoto. In diesem Modus können wir
die Möglichkeiten von Photoshop schon voll ausschöpfen. Bis auf einige wenige Filter können wir alles benutzen.


Duplex

In diesem Modus wird dem Schwarz eine zweite Farbe zugefügt. Wenn
man in diesen Modus wechselt, kann man die Farbe auswählen. Zusätzlich gibt es die Option Triplex und Quadruplex um ein dritte oder vierte Farbe hinzufügen zu können. Das Format Duplex stammt noch aus Zeiten, wo Vierfarb-Druck sehr teuer war und man nur mit zwei Farben gedruckt hat um Geld zu sparen. Eine Möglichkeit kostengünstig Farbe ins Spiel zu bringen. Man kann sehr schöne Effekte mit diesem Modus erzielen. Dieser Modus wird aber heute nur noch sehr selten verwendet, deshalb gehe ich nicht weiter auf ihn ein.


Indizierte Farbe

In diesem Modus werden die Farben des Bildes in einer Tabelle aufge-
führt. Die Tabelle enthält nur die Farben des Bildes. Die Farben bekommen Nummern und die Bildpunkte werden mit den Nummern aus der Tabelle definiert. Das macht man um Speichplatz zu sparen.

webgestaltung bremen

Bilder mit indizierten Farben lassen sich schlecht bearbeiten. Sie können
z.B. in Photoshop die Optionen unter Bild > Korrekturen nicht ansprechen. Wechseln Sie einfach in einen anderen Modus und dann ist auch das wieder möglich. Dieser Modus wird heute auch nur noch sehr selten benutzt.


RGB-Farbe

Im RGB-Modus besteht das Bild aus drei Farbkanälen. Nämlich aus ROT, GRÜN und BLAU. RGB sind die Monitorfarben. Alle Farben werden aus den drei Farben rot, grün und blau gemischt. Das ist die additive Farbmischung. Dieser Modus ist der Richtige wenn Sie Ihre Bilder im Web veröffentlichen wollen. In diesem Modus können Sie Photoshop im vollem Umfang aus-
schöpfen. Die einzelnen Farbkanäle können Sie sich anschauen unter Fenster > Kanäle. Zuvor in der Voreinstellungen unter Benutzeroberfläche ein Häckchen bei Farbauszüge in Farbe anzeigen setzen.  Der gängige Modus für Web-Bilder.


CMYK-Farbe

Im CMYK-Modus besteht das Bild aus vier Farbkanälen. Nämlich
aus CYAN, MAGENTA, YELLOW und KEY (Key steht für Tiefe und
ist nichts anderes als schwarz). Alle Farben werden aus diesen 
vier Farben gemischt. Das ist die subtraktive Farbmischung. Auch
hier können Sie sich die einzelnen Farbkanäle anschauen unter
Fenster > Kanäle. Wenn Sie Ihre Bilder drucken wollen, ist dieser
Modus der Richtige. Es sind die Farben des Vierfarb-Druckprinzips,
wenn Sie sich Ihren Drucker daheim anschauen werden Sie fest-
stellen das genau diese vier Farben auch in Ihren Tintenpatronen
sind. Der CMYK-Modus ist der gängige Modus im Printbereich.

Es gibt auch noch die Modi Lab-Farbe und Mehrkanal. Da ich diese
beiden Modi in 14 Jahren Photoshop nie verwendet habe, vernachlässige
ich diese beiden.


Kapitel 2

Die Ebenen


Photoshop bietet die Möglichkeit mit bzw. auf Ebenen zu arbeiten.
Es können beliebig viele Ebenen erzeugt werden. Die Ebenen-Funktion
lässt Photoshop erst zu dem mächtigen Gestaltungswerkzeug werden,
dass es ist. Beim Gestalten mit Photoshop empfiehlt es sich, jedes
Gestaltungsobjekt auf eine eigene Ebene zu legen. Dadurch bieten
sich viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Ich möchte die Funktionen
nun mit einem kleinen Beispiel vorstellen.
Fangen wir an: Als erstes erstellen wir eine neue Datei.
Datei -> Neu
Bildgröße: 400 x 120px mit 72dpi (die Größe kann jeder selbst bestimmen)
Hintergrundfarbe: weiß
Nun sollten wir eine weiße Datei haben. Schauen wir uns einmal unsere Ebenen-Palette an, dort wird uns die Ebene als Hintergrundebene angezeigt.



Diese Ebene können wir nicht ausblenden (mit dem kleinen Auge), weil sie die Hintergrundebene ist. Die Ebene lässt sich auch nicht ausradieren oder die Deckkraft verringern. Sie ist definitiv die Hintergrundebene. Jetzt machen wir einfach mal folgendes, wir benennen die Ebene einfach mal um. Das geht mit einen Doppelklick auf die Hintergrundebene in der Ebenen-Palette. Wir machen das mal und übernehmen den Namen der uns vorgegeben wird. Jetzt sollten wir die Ebene 0 haben.



Sobald die Ebene nicht mehr Hintergrundebene heißt, lassen sich plötzlich alle Ebenen-Funktionen anwenden, die Photoshop bietet. Kurzes Fazit: Hintergrundebene umbenennen um die gewünschten Funktionen für die Ebene anzuwenden. Die einzelnen Funktionen erkläre ich im Folgendem.
Als nächstes erstellen wir eine neue Ebene. Das geht oben im Menü Ebene -> Neu -> Ebene oder aber auch in der Ebenen-Palette. (s. Markierung)



In dieser neuen Ebene laden wir jetzt mal irgendein Foto, am besten ein Schwarz-Weiß-Foto. Das geht z.B. so: Mit dem Browser eine Internetseite öffnen. Möglichst eine mit Bild ;-). Auf den Bild der Wahl machen
wir folgendes: 1. Rechtsklick auf das Bild -> bei Firefox -> Grafik kopieren; beim Internet Explorer -> kopieren. 2. Nach Photoshop wechseln, unsere
neue Ebene auswählen und unter (Menü oben) Bearbeiten -> Einfügen. Schon ist das Bild auf unserer Ebene. Oder 2. Nach Photoshop wechseln und STRG+V drücken, dann wird das Bild gleich auf einer neuen Ebene eingefügt. So einfach kann es gehen!
Mein Bild der Wahl sieht so aus:



Nun erstellen wir noch eine weitere Ebene, die wir dann mit Hilfe des Fülleimers mit einer Farbe füllen. Ich nehme mal was blaues.



Jetzt verdeckt die blaue Ebene das Bild und genau das wollen wir jetzt ändern. Auf der Ebenen-Palette haben wir einen Auswahlreiter.



Diesen Stellen wir jetzt von "Normal" auf "Multiplizieren". Und siehe da, die blaue Ebene vermischt sich mit der unteren Ebene, mit dem Bild. Die hellen Stellen des Bildes sind nun in dem blau der oberen Ebene eingefärbt. Multipliziert.



Unter diesem Auswahlreiter sind noch weitere Optionen, wie z.B. negativ multiplizieren oder ineinanderkopieren. Am besten Sie experimentieren einmal mit diesen Funktionen herum. Eigentlich erklären sie sich von alleine.

Als nächstes verschieben wir die Ebene mit dem Bild nach oben. Einfach
in der Ebenen-Palette die Ebene mit der Maus anfassen und nach oben schieben. Alle Ebenen sind frei verschiebbar, bis auf die ... genau ... die Hintergrundebene. Nun liegt das Bild über dem blauen. Die Ebene stellen
wir wieder von "Mutliplizieren" auf "Normal". Jetzt verändern wir einfach die Deckkraft der Ebene. Wir reduzieren die Deckkraft auf 70% und schon haben wir ein schön eingefärbtes Bild.





Sie sehen selbst wie viele Kombinationsmöglichkeiten sich mit diesen Ebenen-Funktionen ergeben können. Ich kann Ihnen nur empfehlen damit einfach mal rumzuspielen. Die vielen Kombinationen, die sich aus "durch-
scheinen und Multiplizieren" usw. ergeben können, kann ich nicht
alle aufzählen. Das würde den Rahmen sprengen.

Weitere Ebenen-Funktionen sind, eine Gruppen-Ebene zu Erzeugen, in der bestimmte Ebenen einer Gruppe sind. Dies dient der Übersichtlichkeit bei vielen Ebenen.
Sie können Ebenen verbinden, mit dem Kettensymbol unten auf der Ebenen-Palette. Dann können Sie die Ebenen zusammen verschieben, oder Filter werden auf allen verbundenen Ebenen angewandt. Weitere Optionen bekommen Sie mit einem Klick in die obere rechte Ecke der Ebenen-Palette. Diese Funktionen erklären sich meiner Meinung nach selber, so dass ich nicht weiter darauf eingehen muss. Es sind noch einige andere Funktionen vorhanden, aber wir beschränken uns erst einmal auf das Wesentliche und Wichtige. Ihrem Pioniergeist überlasse ich es, diese Funktionen genauer unter die Lupe zu nehmen.
So, und wenn Sie glauben das war schon alles, dann kennen Sie Photoshop wirklich noch nicht richtig.


Kapitel 3

Die Ebenenstile


Jetzt kommen wir nämlich zu den Ebenen-Stilen. Die Ebenen-Stile sind das wichtigste Instrument an Bord. Viel zu erklären gibt es dazu eigentlich nicht. Anhand eines Beispiel gehen wir einmal alle Funktionen durch. Wir benutzen weiterhin unsere Datei, mit der wir gerade gearbeitet haben. Ich habe blau wieder nach oben geschoben und die Deckkraft auf 25% gesetzt. Die Bild-Ebene hat 100% und alles steht auf "Normal". Wir schreiben jetzt mit dem Textwerkzeug einmal ein Wort. Wir nehmen am besten nur Versalien (Großbuchstaben) und eine ganz besonders kräftige Schrift. Ich habe hier mal die Schrift Virgo 01 verwendet, für das Beispiel lassen wir die Schrift Weiß. Ich schreibe das Wort Text. Das besondere jetzt ist, das Photoshop den Text automatisch auf eine neue Ebene gelegt hat. Das ist bei Text immer so und spart uns einen Arbeitsgang. Mein Bild sieht nun so aus:



Jetzt kommen wir zu den Ebenen-Stilen. Wir können diese an mehreren Stellen aufrufen. Im Menü oben unter Ebenen -> Ebenenstil, oder in der Ebenen-Palette unten. Das Symbol fx bringt uns auch zum Ziel.

Nachfolgend zeige ich die Ergebnisse jedes einzelnen Stiles, angewandt
auf die Textebene.


Schlagschatten


Schatten nach Innen


Schein nach Aussen


Schein nach Innen


Abgeflachte Kante und Relief


Glanz


Farbüberlagerung


Verlaufsüberlagerung


Musterüberlagerung


Kontur

Ich habe überall Standartwerte gesetzt, bis auf das Muster. Dieses Muster
ist Standartmäßig nicht vorhanden, nicht das Sie sich wundern.

Jetzt wo wir wissen wie die Ebenen-Stile funktionieren, können wir uns die Palette (oder Fenster) Stile öffnen. Fenster -> Stile. Dort sind schon eine Menge voreingestellte Stile vorhanden, die per Mausklick ausgewählt werden können. Schauen Sie sich Ihre Textebene in der Ebenen-Palette an, wenn Sie die Stile verwenden. Dort können Sie sehen welche Stilkombinationen angewendet werden. Das schöne ist mit einem Klick können Sie die Stile auch wieder entfernen. Stile können auch dazu geladen werden. Oben rechts auf der Palette ist der Optionen-Knopf (welches übrigens bei jeder Palette so ist) dort gibt es die Option -> Stile laden. Laden Sie sich Stile
dazu und probieren Sie alle mal aus. Es sind im Internet noch viele andere Stile zu finden. Einfach mal nach googlen.



Abschließend zu dem Thema Ebenen: Die Ebenen bieten sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Sich mit den Ebenen auseinanderzusetzen ist
ein Muss, wenn man mit Photoshop arbeiten will. Gut dosiert und bedacht eingesetzt werden Sie damit schöne Ergebnisse erzielen. Ich habe Ihnen
jetzt so ziemlich alle Ebenen-Funktionen vorgestellt, jetzt liegt es an Ihnen was Sie aus dem gelernten machen.

In Kürze wird dies Fortgesetzt. Welches Thema ist noch nicht klar und
ich bin für Vorschläge dankbar. Wenn Sie sich für ein bestimmtes Thema interessieren, schreiben Sie mir bitte. Ich werde das Thema dann aufnehmen: Kontaktformular.

Eine gute Seite für Tutorials, wo es auch um Gestaltung geht:

www.psd-tutorials.de